27.08.2017

Polizisten konnten Bewaffneten niederringen- Mit Messer bewaffnet forderte Essener seine eigene Erschießung

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Essen (ots) – 45127 E- Innenstadt: Ein zunächst harmlos an der Waldthausenstraße beginnender Einsatz, endete am gestrigen Abend (9. August) beinahe dramatisch. Zunächst meldete ein Anrufer der Polizei gegen 18:40 Uhr einen Mann, der sich an der Waldthausenstraße entkleiden und ein Messer dabei hätte. Kurz darauf befragten eine zum Einsatzort entsandte Kommissarin und ihr Kollege den Zeugen. Aufgrund der Schilderung zum Verhalten des inzwischen verschwundenen Mannes, forderten die beiden Polizisten weitere Beamte an. Offenbar lief der inzwischen teilweise entkleidete Mann über die Ribbeckstraße in Richtung Rathaus und der Innenstadt. Mit freiem Oberkörper entdeckten die beiden Polizisten den Mann schließlich auf der Klosterstraße. Als sie ihn stellen und stoppen wollten, ergriff er sein Messer und bedrohte die Beamten. Selbst die vorgehaltene Dienstwaffe und die Androhung des Schusswaffengebrauches durch den Polizisten, hielten den möglicherweise kranken 47-jährigen Essener nicht auf. Schnell ging er weiter in Richtung der Kreuzung Klosterstraße/ Serverinstraße, an deren Ecke sich Eltern mit ihren Kindern auf dem dortigen Spielplatz aufhielten.

Mit den inzwischen eingetroffenen Kollegen als Unterstützung versuchten die beiden Beamten weiter, den Mann mit gezogenen Waffen zur Aufgabe zu bewegen. Selbst der direkte polizeiliche Einsatz von hochkonzentriertem Reizstoff zeigte keinerlei Wirkung. In einem günstigen Augenblick konnte ein weiterer Kommissar den Mann ergreifen und zu Boden ringen. Mit großer Kraft überwältigten die Beamten schließlich gemeinsam, den sich heftig wehrenden Mann. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten vier Messer, Schraubenzieher, Pyrotechnik, Flaschenöffner mit kleinen Messern, Nagelfeile und eine Taschenlampe. Nach seinem aufwändigen Transport zur Polizeiinspektion in der Stadtmitte, randalierte er in der dortigen Gewahrsamszelle, die anschließend nicht mehr einsetzbar war. Ein später, zusätzlich zum Notarzt und den Sanitätern, hinzugezogener Facharzt, ordnete seine Unterbringung in einer klinischen Fachabteilung an. /Peke

Quelle: otsw – Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr

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