Aggressivität im Straßenverkehr nimmt zu – Öfter mal die Perspektive wechseln – Kommentar –

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Es ist dicke Luft auf Deutschlands Straßen. Und diesmal sind nicht die Schadstoffemissionen gemeint, die aus den Auspuffanlagen in die Luft abgegeben werden. Nein, immer häufiger gibt es der Wahrnehmung vieler Verkehrsteilnehmer zufolge einen regelrechten Kampf um den immer knapper werdenden Raum, auf dem wir uns alle fortbewegen. Kraftfahrer, Radfahrer und auch Fußgänger greifen zu immer rabiateren Methoden, um vorwärtszukommen. Das Gesetz der Straße wird hier täglich neu definiert. Ein Trend, der vielen Bürgern zu weit geht. In Berlin haben 16.000 Menschen bereits eine Internetpetition gegen sogenannte Automachos unterzeichnet, die den Radlern und Fußgängern ein Dorn im Auge sind.

Der Berliner Senat bringt ein Mobilitätsgesetz auf den Weg, das den Nah- und Radverkehr stärken soll. Ganz sicher ist das Radwegenetz hierzulande bei weitem nicht gut genug ausgebaut. Hier gibt es großen Nachholbedarf. Wir brauchen auch intelligente, nachhaltige verkehrsplanerische Lösungen mit dem Ziel, dass immer weniger Autos in unsere Innenstädte einfahren. Dort gibt es nicht nur Gedränge auf den Straßen, sondern auch kaum noch Parkplatzkapazitäten. Eine bessere Verknüpfung des öffentlichen Nahverkehrs mit dem Individualverkehr ist also ebenso angesagt wie zukunftstaugliche CarsharingSysteme die es erlauben, Fahrzeuge besser auszulasten. Doch mit einem können wir alle sofort anfangen – das würde viel bringen: Einfach öfter mal die Perspektive wechseln und nicht mit der Kopf-Durch-die-Wand-Methode manövrieren.

Quelle: ots
Kommentar von Matthias Bungeroth (Neue Westfälische)

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