Sachsen: Frau missbrauchte 13-jährigen Nachbarsjungen, muss aber nicht ins Gefängnis

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Das Amtsgericht Kamenz (Sachsen) hat in der vergangenen Woche eine 32-Jährige Frau wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen „in einem minderschweren Fall“ zu 200 Sozialstunden und zwei Jahre Haft auf Bewährung verurteilt.

Sie hatte mit dem 13-jährigen Nachbarsjungen mehrfach Geschlechtsverkehr. „Ich war in ihn verliebt“, erklärte die 32-Jährige vor Gericht. Strafrechtsexperten sind über das milde Urteil allerdings verwundert, hätte ein 32-jähriger Mann ein 13-jähriges Mädchen missbraucht, hätte er wohl in Haft gemusst.

„Nach meiner Erfahrung wäre es für einen Mann als Täter und einem Mädchen als Opfer höchstwahrscheinlich wesentlich schwieriger geworden, eine Bewährung zu bekommen“, so der Strafrechtler Matthias Waldraff. „Das liegt an klassischen Vorstellungen und klassischem Rollenverständnis“, so Waldraff weiter.

Quelle: shortnews.de

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