Fußballfans nötigen und beleidigen Reisenden im Zug

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Berlin / Dresden (ots) – Auf der Rückreise vom Auswärtsspiel in Bielefeld, am vergangenen Freitag den 23.02.2018 kam es zu folgendem Zwischenfall:

Fünf „Fans“ der SG Dynamo Dresden nutzten für ihre Heimreise den ICE von Wolfsburg nach Berlin. Während der Zugfahrt rollten die angetrunkenen Personen eine Bowlingkugel durch den Waggongang. Ein Mitreisender fühlte sich belästigt und informierte die Zugbegleiterin, woraufhin die verhinderten Bowlingspieler ihre Aktivitäten zunächst einstellten. Kurz vor Ankunft des Zuges in Berlin Hauptbahnhof umringten die fünf Südbrandenburger den 40-jährigen Beschwerdeführer plötzlich, zwangen ihn die Bowlingkugel zu küssen und übergossen ihn und seine Sachen mit Wasser. Dabei wurde er mit verbalen Beleidigungen und Schmähungen überzogen.

Nach dem Eintreffen des Zuges im Hauptbahnhof Berlin konnten zunächst vier Täter im Alter von 18, 20, 23 und 24 Jahren durch die Bundespolizei festgestellt werden. Ein Tatbeteiligter konnte sich der Kontrolle vor Ort zunächst entziehen. Mittlerweile konnte die Identität ermittelt werden. Der Geschädigte stand auch Stunden später noch sichtlich unter dem Eindruck der Geschehnisse. Durch die Bundespolizei in Berlin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung und Beleidigung eingeleitet. Aufgrund der besonderen Erniedrigung werden seitens der Bundespolizei weitere gefahrenabwehrende Maßnahmen, wie zum Beispiel ein bundesweites Beförderungsverbot der DB AG bis hin zum Stadionverbot, geprüft.

Quelle: ots (Bundespolizeiinspektion Dresden)

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