Alice Schwarzer sieht in sexueller Belästigung ein Mittel der Macht

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Von sexueller Belästigung sind nach Einschätzung von Alice Schwarzer vor allem Frauen betroffen, die in sogenannte Männerberufe drängen und dann als Konkurrenten wahrgenommen werden. Aber auch Frauen in den „Lächel-Berufen“ wie Schauspielerinnen, Verkäuferinnen und Stewardessen. Solche Belästigungen sind für die 75-jährige Feministin ein Mittel der Macht, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Oder haben Sie schon einmal gehört, dass ein Schauspieler von einer Regisseurin belästigt worden wäre? Würde eine Frau einen Mann anmachen, würde der in den meisten Fällen denken: Ach, hübsche Einladung zum Tanz.“ Nach ihren Worten könne man die Geschlechterverhältnisse nicht einfach umdrehen. „Einen Mann kann man durch eine sexuelle Anmache weder einschüchtern noch erniedrigen.“ Von Alice Schwarzer ist jetzt das Buch „Meine algerische Familie“ erschienen, in dem sie die Probleme des nordafrikanischen Landes an der Lebensgeschichte ihrer Freunde erzählt. „Als größtes Land Afrikas ist Algerien ein Schlüsselland auch für Europa. Wenn Algerien kippt, kippt ganz Nordafrika. Und dann gnade uns Gott“, sagte Schwarzer der Redaktion.

www.rp-online.de

Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2621

Quelle: ots (Rheinische Post)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.