14.06.2018 bis 30.04.2019

Eintracht-Präsident Fischer fordert Abschaffung der Montagsspiele

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Peter Fischer, Präsident des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, hat eine baldige Abschaffung der Montagsspiele gefordert. In der WDR-Sendung Sport inside (Mittwoch, 7.3.2018, 22.55 Uhr) spricht sich damit erstmals ein Funktionär der Bundesliga öffentlich gegen die Anfang dieser Saison eingeführten Montagsspiele aus, gegen die es in der Fanszene große Proteste gibt. „Ich denke, dass wir daraus gelernt haben, was Fußball am Montag in der Bundesliga bedeutet. Wir müssen auf den Schnaps aus dem Glas verzichten für die Montagsspiele“, so Fischer. „Wir müssen alle darauf kollektiv verzichten, im Sinne von Fußball ertragbar machen“, sagt er im Interview mit der WDR-Sendung Sport inside.

Für die Einführung der Montagsspiele räumt der Eintracht-Präsident indes eine Mitverantwortung ein. Die 36 Bundesligisten und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatten einstimmig für den TV-Vertrag gestimmt, der pro Saison maximal fünf Montagsspiele vorsieht. „Wir alle waren dafür, weil es um Geld geht. Und auch dieser Montagsspieltag hat uns allen als Verein Geld gebracht. Das ist eine überschaubare Summe. Wir haben das sicherlich damals auch nicht so überrissen“, so Fischer gegenüber Sport inside.

Der Eintracht-Präsident zeigt sich optimistisch, dass der noch bis zur Saison 2020/21 laufende TV-Vertrag geändert werden könne. „Das ist im Fußball ja nicht neu, dass Verträge nicht so ganz viel wert sind“, sagt Fischer. Er glaube, „dass man mittlerweile erkannt hat, also auch die Sender, die so ein Spiel übertragen: Wenn du da niemanden mehr auf der Gegengerade hast und du hast keine Fahne mehr im Stadion und keiner brüllt und pfeift und sagt Hurra – dann ist das auch eine dröge Sendung.“ Beim bislang ersten Montagsspiel der Saison zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig hatte es am 19. Februar große Fan-Proteste gegeben. Eine Woche später blieben dem Montagsspiel Borussia Dortmund gegen FC Augsburg viele Fans fern. Mit 54.300 Zuschauern kamen so wenige ins Dortmunder Stadion wie bei keinem anderen Bundesligaspiel in den vergangenen 20 Jahren.

Quelle: ots (WDR Westdeutscher Rundfunk)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.