09.03.2018

Herrlich: Bailey hat sich Aufmerksamkeit hart erarbeitet

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Heiko Herrlich, Trainer von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen, sieht die Werkself in keiner spielerischen Abhängigkeit von Leon Bailey. „Mich hat es nicht überrascht, dass wir am vergangenen Wochenende auch ohne ihn in Wolfsburg gewonnen haben. Wir haben mehrere Spieler im Kader, die den Unterschied ausmachen können“, sagte Herrlich im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Mit acht Toren und sechs Vorlagen gehört Bailey schon jetzt zu den Topscorern der Liga. Herrlich: „Er ist ein absoluter Teamplayer und sich nicht zu schade, wie andere auch nach dem Training die Hütchen einzusammeln. Das ist zwar nicht der entscheidende Gradmesser, aber auch dort ordnet er sich dem Teamgedanken unter. Es ist nicht einfach, mit dem Hype umzugehen, aber er hat ihn sich hart erarbeitet. Ich habe das Gefühl, dass er geerdet ist und weiß, worauf es ankommt. Leon ist sich bewusst, dass die positiven Schlagzeilen ihn nicht zu einem besseren Spieler machen.“ Der 46-Jährige glaubt, dass man sich vor allem durch Rückschläge entwickelt.

„Er hat ein paar Tore geschossen, die so spektakulär waren, dass man ihm bereits Weltklasse attestiert hat. Er ist 20 Jahre alt – wie soll er mit so einem Prädikat umgehen?“, sagte Herrlich vor der Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach. „Ein Weltklasse-Spieler zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er seine Mitspieler besser macht. Ich hatte das Privileg, mit einigen zusammenzuarbeiten: Jorginho, Matthias Sammer oder auch Toni Kroos, den ich als Trainer begleiten durfte. Man muss Leon Bailey auch mal ein schlechtes Spiel zugestehen, oder dass er mal genervt ist, wenn ihm alles zu viel wird. Das heißt nicht, dass er abgehoben ist.“

Quelle: ots (Rheinische Post)
Bild-Quelle: bing.de

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