Arztfehler minimieren – Kommentar –

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Jeder Behandlungsfehler durch Ärzte ist einer zu viel. Falsche Hüftprothesen, unnötige Knieoperationen oder zu spät erkannte Darmverletzungen – für Patienten kann das schlimme Folgen haben, bis hin zum Tod. Offiziell liegt die Fehlerzahl nur im Promillebereich, die Dunkelziffer aber ist viel höher. Behandlungsfehler lassen sich nur schwer nachweisen, viele Betroffene melden sich deshalb nicht. Bei ihnen liegt im Streitfall die Beweislast. Wichtigster Grund für Behandlungsfehler: die mangelnde Zeit in Praxen und Kliniken.

Ärzte stehen überall unter zunehmendem Zeitdruck – aus Personalmangel, wegen zu rigiden Kostenmanagements oder übersteigerten Gewinninteresses. Gewinnmaximierung kann fatale Folgen haben. Für die richtige Behandlung ist sie keine gute Voraussetzung. Patienten und Ärzte brauchen vielmehr Ruhe und Zeit dafür. Umso dringlicher ist, die Zahl der Ärzte dort zu steigern, wo Patienten die vollsten Wartezimmer vorfinden – in den ländlichen Räumen, aber auch in den dichter besiedelten, aber strukturschwächeren Regionen. Patienten dürfen nicht zu Waren werden.

Quelle: ots
Kommentar von Birgit Marschall (Rheinische Post)

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