NRW: „Ich heiße Bubbi“: Polizei nimmt frechen Ausreißer mit 3163 Euro Bargeld in Gewahrsam

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Köln (ots) – Die Bundespolizei nahm am Montagabend einen Jugendlichen in Gewahrsam, der zuvor seinem Vater 4000 Euro entwendet hatte und nun mit einer Spielzeugpistole unterwegs war.

Am Kölner Hauptbahnhof fiel einer Streife der Bundespolizei gegen 23:00 Uhr ein 16-Jähriger ins Auge, der augenscheinlich minderjährig war. Da der junge Mann sich weigerte sich auszuweisen oder seine Personalien anzugeben, wurde er der Dienststelle zugeführt. Aber auch dort verweigerte er jegliche Mitarbeit. „Ich heiße Bubbi“ war alles, was er lachend sagte. In seinen Sachen fanden die Bundespolizisten 3163 Euro, eine Spielzeugwaffe und zum Glück einige Unterlagen, die Aufschluss über seinen Familiennamen gaben.

Die Abfrage im Fahndungssystem ergab, dass der Berliner bereits polizeilich in Erscheinung getreten war und unterschiedlichste Namen angegeben hatte. Er war durch das Polizeipräsidium Berlin am 09.04.2017 zur Ingewahrsamnahme als „vermisst“ ausgeschrieben. Weitere Ermittlungen ergaben, dass er zuvor seinem Vater 4000 Euro und eine Kreditkarte entwendet hatte. Jetzt gab er zumindest zu, dass er die Kreditkarte in einem Zug weggeworfen hätte. Weitere Angaben wollte er nicht tätigen, da die Bundespolizisten „dumm“, „doof“ und „nervig“ seien.

Da die Erziehungsberechtigten nicht erreicht werden konnten, wurde der Ausreißer einer Jugendeinrichtung der Stadt Köln übergeben.

Das Bargeld und die Spielzeugwaffe wurden sichergestellt und die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen „Diebstahl“, „Falscher Namensangabe“ und „Beleidigung“ ein.

Quelle: ots (Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Bundespolizeiinspektion Köln)

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