Polizeipräsidentin Slowik: Ein starker Aufschlag – Kommentar –

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Berlins Innensenator Andreas Geisel verspricht sich von der Neubesetzung einen Neuanfang für die Polizei. Deren Image hat in den vergangenen Jahren stark gelitten, was auch an fehlendem Personal und schlechter Ausstattung lag. Unter Klaus Kandt als Polizeipräsident kam die Hauptstadtpolizei zuletzt nicht mehr aus der Kritik heraus. Es gab die Ermittlungspannen vor und nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz, den Skandal um die mit Giftstoff belasteten Schießstände und die Schlagzeilen um die Polizeiakademie. Kandt war schon da, als der Innensenator ins Amt kam, Barbara Slowik ist Geisels Kandidatin. Wie gut sie ihre Aufgabe erfüllt – daran wird auch der Innensenator gemessen werden.

Der vollständige Kommentar: Ein starker erster Auftritt, den Berlins neue Polizeipräsidentin kurz nach ihrer Ernennung hinlegte.

Die Juristin aus dem Bundesinnenministerium will die Berliner Polizei fit für die schwierigen Herausforderungen machen: durch eine erfolgreiche Personalgewinnung, eine bessere Verzahnung mit den anderen Ländern und dem Bund, Digitalisierung – und mit einer stärkeren Polizeipräsenz auf der Straße. Barbara Slowik kündigt eine Bürgerpolizei an, die sichtbar und ansprechbar ist. Es sind klare Versprechen, die die Polizeipräsidentin am ersten Tag gibt. Daran wird sie von den 24.000 ihr unterstellten Mitarbeitern und der Berliner Öffentlichkeit gemessen werden. Auch ihr Vorgänger Klaus Kandt hatte sich einiges vorgenommen, konnte aber vieles nicht verbessern. Slowik hat keinen Stallgeruch.

Sie ist nicht Polizistin, sie hat kein Parteibuch, aber sie ist vom Fach: Die Juristin gilt im Bundesinnenministerium als Terrorismusexpertin und leitete zudem das Referat für die IT-Steuerung unter anderem der Sicherheitsbehörden des Bundeskriminalamtes bis zur Bundespolizei. Dass sie nicht aus einer Polizeibehörde kommt, muss kein Nachteil sein. Manchmal hat man als Außenstehende einen unverstellten Blick. Innensenator Andreas Geisel verspricht sich von der Neubesetzung einen Neuanfang für die Polizei. Deren Image hat in den vergangenen Jahren stark gelitten, was auch an fehlendem Personal und schlechter Ausstattung lag. Unter Kandt als Polizeipräsident kam die Hauptstadtpolizei zuletzt nicht mehr aus der Kritik heraus.

Es gab die Ermittlungspannen vor und nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz, den Skandal um die mit Giftstoff belasteten Schießstände und die Schlagzeilen um die Polizeiakademie. Kandt war schon da, als der Innensenator ins Amt kam, Slowik ist Geisels Kandidatin. Wie gut sie ihre Aufgabe erfüllt – daran wird auch der Innensenator gemessen werden.

Quelle: ots
Kommentar von Gudrun Mallwitz (BERLINER MORGENPOST)

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