28.06.2018

„Bergwerk 360 Grad“ und holografische „Kriegskinder“ – Der WDR auf der re:publica 2018

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Köln (ots) – Was braucht man, um in einem Bergwerk die Kohle aus dem Flöz zu hauen und Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs im eigenen Wohnzimmer erzählen zu lassen? Eine VR-Brille und ein Tablet. Oder man besucht vom 2. bis zum 4. Mai den gemeinsamen Stand von WDR und rbb auf der re:publica in Berlin. Bei der zwölften Ausgabe der Konferenz zum Thema „Digitale Gesellschaft“ präsentiert der Westdeutsche Rundfunk zahlreiche innovative Projekte, die deutlich machen, dass Virtual und Augmented Reality für gute Geschichten und spannende Bildungsinhalte völlig neue Erzählformen eröffnen. Außerdem geben Georg Restle, Dunja Hayali, Kai Gniffke und Silke Burmester im „Monitor Forum“ auf der re:publica einen Einblick in die Fallstricke ihrer Arbeit im sozialen Netz.

„Digitale Trends wie Virtual oder Augmented Reality stehen im WDR hoch auf der Agenda“, sagt WDR-Intendant Tom Buhrow. „Bei uns können User mit der Spitzhacke in den Kohleschacht oder sich Zeitzeugen ins Wohnzimmer holen. Spannende Formate, die auf der re:publica wunderbar aufgehoben sind.“

Hau die Kohle aus dem Flöz – Bergwerk 360°

2017 brachte der WDR den Kölner Dom nach Berlin, in diesem Jahr ist es gleich ein ganzes Bergwerk: Das Projekt „Bergwerk 360 Grad“ versetzt den User direkt in einen Stollen, tausend Meter unter der Erde. Mit einer Hacke in der Hand haut er dort die Kohle aus dem Flöz. Wind, Geruch, Hitze und Vibration verstärken das intensive Erlebnis. Die um ein 4-D-Modul ergänzte VR-Experience ist Auftakt für den 360-Grad-Schwerpunkt des WDR zum Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet und Teil des WDR-Standes in Berlin.

Augmented Reality mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs

Anne aus Köln, Vera aus London und Emma aus Leningrad gehören zu den letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Als „Kriegskinder“ waren sie Tod und Zerstörung ausgeliefert. Dank neuester Augmented-Reality-Technologie auf Basis einer App können sie ihre eindringlichen Erinnerungen jetzt in privaten Wohnzimmern und auch in Schulräumen schildern. Dadurch bleiben ihre berührenden Geschichten auch für künftige Generationen erhalten. Auf dem re:publica-Stand des WDR haben User die Gelegenheit, den Zeitzeuginnen gegenüber zu sitzen. Die Holografien werden via Tablet oder Handy sichtbar. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf und LAVAlabs Moving Images.

Monitor-Forum zu „Journalismus im Netz“

Das soziale Netz kann für Journalisten zum Minenfeld werden: Wo jeder Beitrag und jeder Kommentar tausendfach bewertet werden, fällt es immer schwerer, sich mit der eigenen Meinung zurückzuhalten. Dabei sollen doch gerade Journalisten neutral bleiben, heißt es. Aber: Ist das im Kreuzfeuer zugespitzter Meinungen überhaupt möglich? Oder lebt Journalismus im Netz nicht gerade von Meinungsvielfalt? Vier, die sich damit täglich beschäftigen, reden darüber im „Monitor Forum“ am 2. Mai um 16 Uhr auf Stage 2: „Monitor“-Chef Georg Restle, ZDF-Journalistin Dunja Hayali, die freie Journalistin Silke Burmester und Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke.

Mehr zur Session: https://18.re-publica.com/de/session/journalismu s-im-netz-zwischen-fakten-fake-haltung-hate

360-Grad-Doku „Berlin Paris Terror“ auf Media Convention

Wie verändert Terror das Leben von Betroffenen? Und wie reagieren Menschen, die sich unmittelbar im Geschehen eines Anschlags wiederfinden? Im Mittelpunkt der 360-Grad-Dokumentation „Berlin Paris Terror“ stehen die Empfindungen von Menschen, die Anschläge in Paris und Berlin unmittelbar miterlebt haben. Das bewegende Projekt wird auf einem eigenen Stand der parallel stattfindenden Media Convention präsentiert. Mehr zu „Berlin Paris Terror“: https://www1.wdr.de/ferns ehen/hier-und-heute-reportage/projekte/vr-projekt-berlin-paris-100.ht ml

Langzeitrecherche-Projekt „docupy“ im Media Cube

Zerreißt die wachsende Ungleichheit die Gesellschaft? Die Mittelschicht ist seit Jahren unter Druck. Der größte Anteil des Vermögens ist im Besitz weniger. Wie steht es um das „Ungleichland“ Deutschland? Dieses und andere gesellschaftspolitische Themen beleuchtet das Langzeitrecherche-Projekt docupy, eine Koproduktion von WDR und der Kölner bildundtonfabrik. Den Dokumentationen „Ungleichland“, die im Mai im Ersten und im WDR Fernsehen zu sehen sind, gingen Online-Aktionen voraus, die im Netz bereits für Furore gesorgt haben. Die Macher sprechen über ihre Vorgehensweise und Erfahrungen auf einem Panel der Media Convention (Media Cube, 2. Mai, 14.45 Uhr). Mehr zu docupy: https://www1.wdr.de/fernsehen/docupy/index.html Der WDR wird über die wichtigsten Trends und Panels der diesjährigen re:publica berichten. Im Fernsehen, im Hörfunk, online und in den.

rbb mit mehreren Panels und #rbbTalkLab vertreten

Wie sieht der Journalismus von morgen aus, was bringt der Kampf gegen Falschmeldungen und wie verändert sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk? Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) lädt auf der re:publica 2018 zu zwei Panels und dem #rbbTalkLab ein (2. bis 4. Mai). Täglich im Stundentakt wird hier am gemeinsamen Stand mit dem WDR diskutiert, was Gesellschaft, Medien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bewegt. rbb-Intendantin Patricia Schlesinger ist Gast auf mehreren Panels der Media Convention. Über das Thema „Kritik und Reformen überall: Reboot des öffentlich-rechtlichen Systems?“ diskutiert sie mit der stellvertretenden Generaldirektorin SRG SRR Ladina Heimgartner, dem Chef der Thüringer Staatskanzlei Benjamin Immanuel Hoff und der Executive Director DR Danmark Anne-Marie Dohm (2. Mai, 12.15 Uhr, Stage 6). „Der Medienmarkt vor der Zerreißprobe – von Public Value und Monopolen“: Im Gespräch mit Conrad Albert, dem Vorstandsvorsitzenden der ProSiebenSat.1 Media SE, geht es um die Herausforderungen durch Angebote wie Facebook, Google, Netflix, Amazon und die Reform der Öffentlich-Rechtlichen (3. Mai, 11.15 Uhr, Stage 7).

Quelle: ots (WDR Presse und Information)
Bild-Quelle: bing.de

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