08.05.2018

Bahn zählt 2017 deutlich mehr Zugausfälle als 2016/ 140.000 Züge kamen nicht am Ziel an

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Die Zahl der Zugausfälle bei der Deutschen Bahn ist 2017 deutlich, um mehr als 20.000 gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 140.000 gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. Demnach verließen knapp 97.000 dieser Züge ihren Startbahnhof, kamen aber nie am Zielbahnhof an. Das waren 0,7 Prozent aller geplanten Zugverbindungen. Mehr als 40.000 Züge oder 0,3 Prozent verließen nicht einmal ihren Startbahnhof. Auch im laufenden Jahr ist kaum mit weniger Zugausfällen zu rechnen. Denn die Zahl der witterungsbedingten Weichenstörungen – etwa aufgrund von Schneefall – war bis zum 23. April 2018 mit 746 bereits auffallend hoch.

Im gesamten Jahr 2017 waren es 1155 Weichenstörungen. Die Zugausfälle fließen nach Angaben der Bundesregierung nicht in die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn ein. „Die DB AG hat mitgeteilt, dass der Anteil vollständig oder teilweise auf einem Streckenabschnitt ausgefallener Züge innerhalb der Statistik der Deutschen Bahn AG von der Grundgesamtheit aller planmäßig verkehrender Züge im Personenverkehr abgezogen werde“, schreibt das Verkehrsministerium. „Es ist schon ein Hammer, dass ausfallende Züge nicht mehr in der Pünktlichkeitsstatistik auftauchen. Damit ist klar, dass die Zuverlässigkeit im Bahnverkehr noch schlechter ausfällt als ohnehin schon in der Statistik“, sagte Grünen-Bahnpolitiker Matthias Gastel.

Quelle: ots (Rheinische Post)

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