Evangelische Kirche mahnt Politik zu ethischer Auseinandersetzung über Künstliche Intelligenz

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Der hessen-nassauische Kirchenpräsident und Medienbischof der Evangelischen Kirche, Volker Jung, hat die schwarz-rote Koalition zu einer gesamtgesellschaftlichen Debatte über ethische Prinzipien bei der Digitalisierung aufgefordert. Die neuen Technologien müssten sich an der Menschenwürde und den Menschenrechten messen lassen, sagte er der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ mit Blick auf die Pläne der Koalition, mehr in Künstliche Intelligenz und Digitalisierung zu investieren und dazu eine Enquete-Kommission zu bilden.

Es gehe nicht nur um die Nützlichkeit einer Entwicklung, sondern vor allem um das, „was Menschen gut tut und dem Leben dient“. Die neuen Techniken eröffneten „großartige Möglichkeiten“, sie könnten aber auch von Menschen in „verhängnisvoller Weise“ genutzt werden. Erhebliche Zweifel bestünden bei vollautomatisch handelnden Waffensystemen und deren Verantwortung für getroffene Entscheidungen. Es bedürfe einer ethischen Auseinandersetzung darüber, welche Aufgaben selbstlernenden Maschinen künftig übertragen werden sollen und welche eben nicht.

Quelle: mots (Rheinische Post)

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