NRW: Sexuelle Belästigung durch Frankfurter Fußballfans – Bahnmitarbeiterin „begrabscht“ und „geschubst“

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Duisburg – Frankfurt – Essen – Gelsenkirchen (ots) – Zu einer sexuellen Belästigung durch Fußballfans von Eintracht Frankfurt soll es vergangenen Samstag (12. Mai) im Duisburger Hauptbahnhof gekommen sein.

Circa 400 Fußballfans der Frankfurter Eintracht hielten sich gegen 13:00 Uhr auf Bahnsteig 10 im Duisburger Hauptbahnhof auf, um mit dem RE 2 in Richtung Gelsenkirchen zu fahren. Zuvor hatten diese den RE 6 bis Duisburg genutzt. Nach Angaben eines Bahnmitarbeiters sollen die „Fußballfans“ in dem Zug Sachbeschädigungen begangen haben, weshalb der Zug in Duisburg stoppte und später ohne die „Fans“ weiterfuhr. Diese stiegen im Duisburger Hauptbahnhof in den RE 2 um.

In Duisburg verließ eine Bahnmitarbeiterin den RE 2, um sich zum Triebfahrzeugführer des Zuges zu begeben. Hierzu musste sie sich ihren Weg durch eine größere Gruppe Frankfurter Fans bahnen. Nach Angaben der Geschädigten wurde sie dort durch mehrere Personen, im Schutz der großen Masse, mehrfach, unsittlich berührt. Zudem sollen mehrere Personen sie geschubst haben, wodurch sie sich mehrmals von außen am Zug abstützen musste, um nicht zu stürzen.

Während der Weiterfahrt nach Essen fuhr die Bahnmitarbeiterin im Führerstand des Zuges mit. Im Essener Hauptbahnhof vertraute sie sich Einsatzkräften der Bundespolizei an. Tatverdächtige konnten in der großen Masse von Fußballfans (circa 400) nicht identifiziert werden. Während des Umstiegs im Essener Hauptbahnhofs fertigte die Bundespolizei Videoaufzeichnung an. Diese werden nun mit den Aufzeichnungen aus dem Duisburger Hauptbahnhof ausgewertet.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und sexueller Belästigung ein.

Zeugen, welche die Körperverletzung und sexuelle Belästigung der Bahnmitarbeiterin beobachtet haben, die sich am Samstag (12. Mai) auf Bahnsteig 10 im Duisburger Hauptbahnhof ereignet haben soll, werden gebeten, sich mit der Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 in Verbindung zusetzen.

Quelle: ots (Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Bundespolizeiinspektion Dortmund)

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