Das Buch ist nicht tot – Kommentar –

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Wir sind also nicht mehr die Mehrheit hierzulande und werden es auch nie mehr werden: wir Käufer von Büchern. In den vergangenen fünf Jahren ist ihre Zahl um mehr als 6,4 Millionen zurückgegangen, wie überhaupt das Interesse an Büchern stetig nachlässt. Eine Branche im Dauertief, und das trotz der Megaseller von Frank Schätzing, Donna Leon, Maja Lunde usw. Wahrscheinlich würde nicht einmal Harry Potter mehr eine Wende herbeizaubern können, weil das nachlassende Interesse eben keine Momentaufnahme ist, sondern eine Zeiterscheinung. In der sogenannten digitalen Multitasking-Gesellschaft fehlt es immer mehr an Ruhe, Geduld und Langsamkeit, was man früher Muße nannte.

Die neue Studie dazu ist ein Abbild solcher Unruhe. Es wird künftig weniger Buchhandlungen geben und weniger Verlage, die Diskussionen über Neuerscheinungen werden leiser sein. Dennoch: In Deutschland erscheinen jedes Jahr 70.000 neue Titel, und die Buchpreisbindung ist ein Segen für die Vielfalt. Das Buch ist nicht tot. Und wer liest, weiß, warum. Selbst schuld, wer’s unterlässt.

Quelle: ots
Kommentar aus Rheinische Post

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