Ruhrtriennale-Intendantin: Festival drohten wesentliche Absagen nach Ausladung der Band Young Fathers

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Nach der Absage eines Konzerts der umstrittenen Band Young Fathers durch die Ruhrtriennale lastete offenbar größerer Druck auf dem Festival als bislang bekannt. Die BDS-Bewegung, die zum Boykott Israels aufruft, hatte nach der Absage an die Band zum Boykott der Ruhrtriennale aufgerufen. Fünf Künstler gaben daraufhin bekannt, ihre Aufritte abzusagen. Zudem hatten weitere Künstler mit Absage gedroht, wie Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp. „Es hätten wesentliche internationale Künstlerinnen und Künstler abgesagt“, sagte Carp.

Carp hatte den Aufritt der Young Fathers zunächst abgesagt, weil sie sich für die als antisemitisch kritisierten BDS-Bewegung engagiert und sich von ihr nicht distanzieren wollte. Vergangene Woche hatte sie die Entscheidung überraschend rückgängig gemacht und die Band erneut eingeladen. In einer gemeinsamen Erklärung hatten zuvor der ägyptische Musiker Hassan Khan sowie die aus dem Libanon stammenden Künstler Mazen Kerbaj, Sharif Sehnaoui, Raed Yassin und Tony Elieh ihre beiden Auftritte ab. Die Auftritte der Künstler im Essener Maschinenhaus sollen nun aber doch stattfinden, teilte die Ruhrtriennale mit. Welche weiteren Künstler der Ruhrtriennale mit Absage drohten, wollte Carp nicht sagen. Die Young Fathers hatten die Wiedereinladung nicht angenommen.

Quelle: ots (Rheinische Post)

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