01.07.2018

Kinderrechtepreis 2018 – Der WDR ehrt Engagement für Kinderrechte

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Die Gewinner des WDR-Kinderrechtepreises 2018 stehen fest: Der erste Preis (2500 Euro) geht an das Bonner Projekt „Generation Z – kann doch was!“, der zweite Preis (2000 Euro) wird an die 8b der Friedrich-Albert-Lange-Schule in Solingen verliehen, die eine Patenschaft für das Kinderhospiz in Burgholz übernommen hat. Den dritten Preis (1000 Euro) erhält die „Traumapädagogische Kinderfortbildung“ der evangelischen Jugendhilfe Menden. Ein nicht dotierter Sonderpreis geht an „Aufrichten, ein Kreativprojekt für geflüchtete Kinder und Jugendliche“ in Duisburg.

Gleich zwei Jurys entschieden am Donnerstag, 28. Juni 2018, gleichberechtigt über die Preise – eine Kinder- und eine Erwachsenenjury. Die Kinderjury besteht aus acht Jungen und Mädchen zwischen acht und zehn Jahren, die sich selbst bereits für Kinderrechte engagiert haben. Vertreter großer Kinderhilfswerke und Fachleute für Kinderrechte bilden ebenso wie eine Vertreterin des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet die Erwachsenenjury. Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet ist Schirmherr des Kinderrechtepreises. Die Preisverleihung findet – aus Anlass des Weltkindertages – am 23. September im WDR Funkhaus in Köln statt.

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Kinder haben Rechte! Kinder haben vor allem das Recht, dass wir ihnen diese Welt so übergeben, dass sie ein glückliches und gesundes Leben vor sich haben. Kinder müssen vor Gewalt geschützt werden, vor Armut und vor schlechter Behandlung. Dafür setzen wir mit dem WDR-Kinderrechtepreis seit mehr als 20 Jahren ein Zeichen. Damit rücken wir die Menschen ins Licht, die sich mit Herz und Engagement für eben diese Rechte der Kinder einsetzen.“

Der WDR setzt mit dem Kinderrechtepreis seit 1994 ein wichtiges Zeichen für die Kinderrechte. Er würdigt damit vorbildliche Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Hörfunkdirektorin Valerie Weber: „Der WDR sieht sich als öffentlich-rechtlicher Sender in der Pflicht, nicht nur über negative Entwicklungen bei den Kinderrechten zu berichten. Sondern auch und gerade die vielen positiven Beispiele in unserem Land zu würdigen.“ Der WDR präsentiert die Preisträger in seinem Programm und stellt sie wie andere vorbildliche Projekte, die sich beworben hatten, in einer Broschüre vor. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen, dieses Jahr zum zwölften Mal.

Die Preisträger

– „Generation Z – kann doch was!“ Das beweisen mehr als 20 Bonner Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren. Ganz ohne Erwachsene studieren sie Musicals ein und spenden das Geld, das sie einspielen für Internationale Projekte. Die Jury hob besonders das eigenständige, kreative und ausdauernde Engagement der Jugendlichen hervor, die sich den aktuellen Problemen von Kindern auf originelle Weise künstlerisch nähern. www.GenerationZ-Bonn.de

– Die 8. Klassen der Friedrich-Albert-Lange-Schule in Solingen haben eine Patenschaft für das Kinderhospiz in Burgholz übernommen. Sie sammeln Spenden, besuchen die Kinder im Hospiz und lernen so, dass das Sterben zum Leben gehört. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler ihre Patenschaft leben: Sie hätten sich nicht nur engagiert um Spenden gekümmert, sondern hätten im Hospiz erfahren, was es heißt, das Recht auf die Nähe der eigenen Familie auch dort zu erleben. www.kinderhosp iz-burgholz.de/index.php/nachrichten-leser/spendet-erneut.html . – Kindern mit traumatischen Erfahrungen hilft die evangelische Jugendhilfe Menden, das „Gefängnis im eigenen Kopf zu verstehen“. Die positive Wirkung der Kinderfortbildungen war für die Jury ausschlaggebend. Kinder erlernen Strategien, um sich selber besser zu verstehen, ihre negativen Erlebnisse zu verarbeiten und einen guten Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu finden. www.ev-jugendhilfe-menden.de

Sonderpreis

– Kindern, die Krieg, Gewalt und Flucht erlebt haben, hilft das „Projekt aufrichten“ singend, spielend, malend und bastelnd in der neuen Heimat anzukommen. Die Jury möchte mit diesem Sonderpreis ein Zeichen setzen und das Engagement für geflüchtete Kinder würdigen, die mit Kreativität die Möglichkeit bekommen, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten: „Diese Kinder brauchen viel Fürsorge um eine neue Heimat zu finden“. www.soziale-innovationen.de

Weitere Informationen zum WDR-Kinderrechtepreis: www.kinderrechtepreis.wdr.de

Bild- und Text-Quelle: ots (WDR Presse und Information

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