Marktanalyst: Schlachtungen von Rindern wegen Futtermangels um 20 Prozent gestiegen – nie dagewesener Preissturz nie dagewesener Preissturz

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Wegen des durch Trockenheit und Hitze ausgelösten Futtermangels für Rinder sind im Juli einer Marktanalyse zufolge bundesweit 20 Prozent mehr Tiere geschlachtet worden und die Preise für das Fleisch so stark wie noch nie gesunken. Üblich seien wöchentlich 17.000 bis 18.000 Schlachtungen, in diesem Juli seien es bis zu 21.000 in der Woche gewesen, sagte Marktanalyst Matthias Kohlmüller von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. In den vergangenen vier Wochen seien die Schlachtkuhpreise von 3,18 Euro um rund 40 Cent auf 2,80 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht gesunken. Das sei ein „noch nie dagewesener Preissturz“. Die Tendenz sei weiter fallend.

Der Preisverfall liege auch daran, dass die Tiere eigentlich nicht schlachtreif seien, weil sie weit weniger Gewicht hätten als für Mastrinder zu dem Zeitpunkt üblich. Die zunehmende Futterknappheit verschärfe sich noch, weil kaum Reserven aus dem letzten Jahr vorhanden seien. „Damals sind viele Ernten durch zu viel Regen ersoffen.“ Zukauf von Futter sei relativ teuer und aufwendig. Deshalb werde aus der Not heraus in die Tierbestände eingegriffen. Es handele sich nicht um Notschlachtungen, weil dies nur kranke oder verletzte Tiere betreffe. Die Rinder würden aber früher als geplant zur Schlachtung gegeben. Ein Viehhändler habe gesagt: „Auf einen Schlag melden Tierhalter mitunter 20 bis 30 Rinder an und fragen nicht einmal nach dem Preis, sondern: Wann kannst du kommen?“

Quelle: ots (Rheinische Post)

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