G9: Bisher nur ein Plan

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Es ist ein zentrales Projekt der schwarz-gelben Landesregierung – die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9). Dass Schüler in NRW im Vergleich zu G8 künftig deutlich mehr Unterricht haben sollen, kommt dabei nicht überraschend. Schließlich gehen sie ja auch ein Jahr länger zur Schule.

Dass aber auch gegenüber dem alten G9 mehr Stunden erteilt werden, war nicht selbstverständlich. Das ist eine gute Nachricht. Doch es gibt auch schlechte. Die Stundentafel ist so angelegt, dass die Schulen ohne Nachmittagsunterricht auskommen. Für Fünft- und Sechstklässler könnte künftig sogar schon mehrmals in der Woche die Schule um kurz nach zwölf Uhr zu Ende sein.

Ein Rückschlag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ebenfalls enttäuschend: Weder Wirtschaft noch Informatik werden künftig als eigenständige Fächer unterrichtet. Wegen Lehrermangels. Damit zeigt sich: Auch die besten Stundentafeln werden nichts nützen, wenn es der Schulministerin nicht gelingt, die tausenden offenen Lehrerstellen zu besetzen. Das ist es, was am Ende über den Erfolg von G9 entscheidet.

Quelle: ots (Rheinische Post)

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