Herkömmliche Lese- und Gleitsichtbrillen für Computerarbeit ungeeignet

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Langes Arbeiten am Computer ist für die Augen eine Belastung: Beim ständigen Versuch, sich auf das nahe Sehen einzustellen, gerät das Auge in einen Dauerstress. „Man blinzelt dann weniger, wodurch sich das Risiko für trockene Augen erhöht“, erläutert Dr. Manuel Hermann, Oberarzt an der Universitäts-Augenklinik Köln, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Die Folge sind müde und gerötete Augen, die mitunter brennen oder auch stark tränen können. Eine Lesebrille eignet sich für die Arbeit am Monitor nicht, weil sie auf einen Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern abgestimmt ist, ein Computerbildschirm aber in der Regel 70 bis 100 Zentimeter entfernt steht.

Wer am Bildschirm eine herkömmliche Gleitsichtbrille aufsetzt, riskiert Nacken- und Rückenschmerzen. „Die Form des Sehfelds ähnelt einem hochkant stehenden Hundeknochen: oben ein breites Feld für die Ferne, unten ein großes Feld für die Nähe und in der Mitte ein schmales Sehfeld mit den Übergangswerten“, so der Experte. Um durch den unteren Bereich der Brille nahe gelegene Dinge schärfer zu sehen, heben die Menschen das Gesicht nach oben, was auf Dauer Nacken- und Kopfschmerzen zur Folge hat.

„Problematisch ist es auch, nur durch den kleinen mittleren Bereich zu schauen. Dann muss der Bildschirm mit dem Kopf regelrecht abgescannt werden“, sagt Hermann. Auch dies kann zu schmerzhaften Verspannungen führen. Abhilfe schaffen spezielle Bildschirmbrillen, die gezielt auf die Entfernung zum Monitor eingestellt werden und die Augen dadurch entlasten.

Quelle: ots (Wort und Bild Verlag „Apotheken Umschau“)

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