Amed A.: Unverzeihliche Fehler

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Kommentar von Henning Rasch
Der Tod des Amed A. betrübt. Zweieinhalb Monate saß der Syrer unschuldig in der JVA Kleve ein, bis am 17. September Feuer in seiner Zelle ausbrach – und er den Verletzungen erlag. Der Tod des Amed A. betrübt, weil dieser Tod so sinnlos ist wie er vermeidbar war.

Es sind Fehler geschehen, die unverzeihlich sind, unerhört und unfassbar. Die Polizei in Hamburg hat einen Schwarzafrikaner aus Mali gesucht, die Polizei in Kleve einen hellhäutigen Syrer gefunden. Auf die Idee, die Fotos der Männer zu vergleichen, sind die Beamten nicht gekommen.

Wie soll man das, bitteschön, den Angehörigen von Amed A. erklären? Innenminister Herbert Reul hat sich für diese Fehler entschuldigt, die politische Verantwortung übernommen. Justizminister Peter Biesenbach gibt ein diffuseres Bild als sein Kollege ab. Er hat Fragen offengelassen, etwa: Weshalb durfte ein Sachverständiger den Zellenbrand erst am 2. Oktober untersuchen? Diese Regierung muss sich erklären, Antworten liefern. Diesen Skandal haben die beiden Minister noch nicht überstanden.

Quelle: ots – Kommentar aus Rheinische Post

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