Merkle und EU: Ohne Begeisterung

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Kanzlerin Merkel hat überzeugend über die Werte der Europäischen Union wie Solidarität und Toleranz gesprochen. Und sie hat vor Irrwegen wie nationalen Alleingängen beim Abbau von Menschenrechten oder bei der Schuldenaufnahme gewarnt und damit die Krise der EU beschrieben. Doch leider hat sie die Auswege daraus zu wenig skizziert.

Am deutlichsten wird dies bei der gemeinsamen EU-Armee, zu der eine europäische Rüstungsindustrie und Waffenexportrichtlinien gehören. Aber wie diese Ziele wann und mit wem zu erreichen sind, dazu sagte sie nichts. Doch eine mitreißende Rede war es nicht. Solch eine wäre aber nötig gewesen, um der schwächelnden EU neue Impulse zu geben. Doch die Kanzlerin ist sich leider treu geblieben, statt kurz vor ihrem Abschied in die Rolle einer Reformerin der EU zu schlüpfen. Schade.

Quelle: ots (Frankfurter Rundschau)

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