Historischer Prozess in Honduras

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Sieben Auftragskiller bekommen in Honduras am 10. Januar die Höhe ihrer Strafe für den Mord an der Umweltaktivistin Berta Cáceres verkündet. „Ich denke, dass dies ein historischer Prozess in einem Land ist, in dem Morde zum Alltag gehören“, sagte ihre Tochter Laura Zúñiga Cáceres.

Doch dass nur die direkten Täter, nicht aber die mutmaßlichen Hintermänner zur Rechenschaft gezogen werden, stößt bei Zúñiga Cáceres auf Kritik: Es sei unstrittig, „dass der Staat Verantwortung für den Tod meiner Mutter trägt – er hat sie und andere bedrohte Aktivisten nicht geschützt. Wir haben den Verdacht, dass er alles andere als unbeteiligt war.“

Deshalb fordert sie mehr Ermittlungsarbeit – „auch und gerade im Kontext der beteiligten Militärs“. Damit es nicht nur bei diesem einen Prozess im Fall Berta Cáceres bleibt, haben Zúñiga Cáceres und ihre Mitstreiter Untersuchungen initiiert, um die Hintergründe dieses Mordes aufzuzeigen.

Quelle: ots (neues deutschland)

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