Rudi Völler hofft auf Nachfolger „mit Stallgeruch“

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...
Rudi Völler ist sicher, seinen Nachfolger als Geschäftsführer Sport bei Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen in den eigenen Reihen zu finden. „Ich dachte, dass es Jonas Boldt werden könnte, was aus verschiedenen Gründen dann nicht funktioniert hat. Meine Nachfolger sollten Stallgeruch mitbringen, aber müssen natürlich auch das nötige Know-how haben“, sagte der 58-Jährige.

„Nicht jeder, der mal bei uns gekickt hat, bekommt gleich eine wichtige Position. Simon Rolfes bringt natürlich alles mit. Mit seiner ruhigen, sachlichen Art sowie seinem Fußballsachverstand kann er den Verein in die nächste Generation führen. Auch Stefan Kießling macht sich gut und geht in seiner neuen Arbeit auf – auch er gehört zur neuen Generation.“

Den von Bundestrainer Joachim Löw diagnostizierten „Sittenverfall“ in der Bundesliga sieht Völler in dem Ausmaß nicht: „Schwalbenkönige oder Spieler, die Platzverweise provozieren, gab es schon immer. Bei internationalen Spielen sieht man das weniger, weil die Schiedsrichter dort anders pfeifen. Da wissen die Spieler, dass sie nicht schauspielern brauchen. Wir haben auch in der Bundesliga Top-Schiedsrichter, aber sie pfeifen anders als in der Champions League. Dort lassen sie mehr laufen und geben seltener Karten.“

Völler, der unweit der Düsseldorfer Altstadt mit seiner Frau wohnt, ist selbst kein Karnevalist. Als was würde er sich im Ernstfall verkleiden? „Wenn ich morgens wach werde und die wenigen Haare, die mir geblieben sind, kreuz und quer stehen, gibt es unbestreitbar eine gewisse Ähnlichkeit mit Albert Einstein“, sagte er. „Oder vielleicht auch mit Dr. Emmett Brown aus dem Film „Zurück in die Zukunft“. Daher würde ich wohl als einer von den beiden gehen. Aber ein klassischer Karnevalist bin ich nicht.“

Quelle: ots (Rheinische Post)

Schreibe einen Kommentar