12.04.19 bis 30.04.20

BEHÖRDENPOSSE: Warum dieser Baum mitten auf eine Radweg gepflanzt wurde

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Viele wundern sich: Die Stadt Koblenz hat einen Baum mitten auf einen Fußgänger- und Radweg pflanzen lassen. Ein Schildbürgerstreich? Spaziergänger und Radfahrer müssen in den Rheinanlagen einen Bogen um den jungen Rotahorn machen. Manche machen Witzchen. Der Baum steht in einem großen viereckigen Erd- und Steinefeld auf dem Weg und wird seitlich von vier Holzstützen mit Seilen stabilisiert. Unbekannte hatten ein Schild an dem Baum angebracht: «Ist das Kunst oder kann der weg?» Mittlerweile ist das Schild verschwunden.

Anruf beim städtischen Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen. «Jesses Maria», stöhnt eine Mitarbeiterin. Nein, dazu könne sie nichts sagen. Stadtsprecher Heiko Breitbarth gesteht: «Grundsätzlich kann man sich bessere Standorte für Bäume vorstellen.» Allerdings sei dieser Pflanzort Teil des Sanierungskonzepts der historischen Parkanlage am Rhein gewesen.

Früher habe hier eine rund 80 Jahre alte Kastanie gestanden. Beim Einfassen des Weges mit Betonkanten sei einst der Eindruck entstanden, «der Baum stünde im Wege». Dennoch habe sich vorerst niemand aufgeregt. «Erst nachdem wir die erkrankte Kastanie gefällt hatten und eine Nachpflanzung erfolgte, wurde der Standort problematisiert», ergänzt der Sprecher. Nun werde beim neuen Rotahorn die «Befahrbarkeit» des Erdumfelds verbessert.

«Baumnachpflanzungen an alten Standorten sind uns nicht zuletzt deshalb sehr wichtig, weil, wie man sieht, deren Standorte schnell in Frage gestellt werden», betont Breitbarth. Es brauche mehr Bäume in der Stadt. Es gebe aber auch viele positive Rückmeldungen: «Der Baum sorgt unter anderem wohl dafür, dass sich Radfahrer mit reduzierter Geschwindigkeit einem nahe gelegenen Kinderspielplatz nähern. Hier gab es schon häufiger Konflikte wegen rücksichtsloser Fahrweise.»…

Bild-, Text- und Video-Quelle: youtube.com (User: welt)

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