Logistiker sehen für automatisierte Kolonnen-Lkw noch viele Fragen offen

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Forscher sehen nach Tests für Platooning im realen Betrieb großes Potenzial. Übertragbar sind alle Ergebnisse des Platooning-Projekts von MAN, DB Schenker und der Hochschule Fresenius auf die gesamte Branche jedoch nicht, gab Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung zu bedenken. „Dies betrifft insbesondere die Aussage, dass 40 Prozent der Kilometer im Landverkehr möglich seien – dies bezieht sich ausdrücklich nur auf das europäische Transportnetzwerk der DB Schenker AG. Jedoch existieren nur ganz wenige Unternehmen mit einem vergleichbar großen Netzwerk“, betonte Engelhardt.

Da aber die Straßengüterverkehrsbranche weitestgehend klein- und mittelständisch strukturiert sei, könne die genannte Zahl von 40 Prozent nicht auf die ganze Branche übertragen werden. „In einem nächsten Schritt müsste zudem untersucht werden, inwieweit Platoons aus Lkw unterschiedlicher Speditionen beziehungsweise Transportunternehmen und/oder aus verschiedenen Fahrzeugkonfigurationen gebildet werden können“, erläuterte Engelhardt. Hier gebe es noch eine ganze Reihe von Fragen zu klären, angefangen beim Datenschutz bis hin zu haftungsrechtlichen Aspekten bei möglichen Unfällen.

Quelle: ots (Neue Osnabrücker Zeitung)

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