Künast: Bayer-Management hat giftige Geschäftspraktiken von Monsanto ignoriert

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Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast hat dem Management des Bayer-Konzerns vorgeworfen, „giftige Geschäftspraktiken“ des US-Tochterunternehmens Monsanto ignoriert zu haben. „Mit der Übernahme von Monsanto hat Bayer nicht nur landwirtschaftliche Gifte, sondern auch toxische Geschäftspraktiken übernommen“, sagte Künast
mit Blick auf die von Monsanto offensichtlich geführten geheimen Listen mit Kritikern des Unternehmens und seiner Produkte wie das möglicherweise krebserregende Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat.

Die Betroffenen müssten unverzüglich und noch vor Abschluss der internen Aufklärungsaktivitäten erfahren, ob und welche Daten über sie gespeichert wurden – und zu welchem Zweck, forderte Künast. „Wer das System Monsanto mit offenen Augen betrachtet hat, konnte wissen, dass Wissenschaftler mit Fake-Studien diskreditiert wurden und Kritiker mit Kampagnen mundtot gemacht werden sollten.“ Künast betonte ferner: „Das Management von Bayer hat dabei wissentlich weggesehen.“ Künast fordert in einem gemeinsamen Brief mit Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter und fünf weiteren Abgeordneten aus Bundestag und EU-Parlament Bayer-Chef Werner Baumann zur Offenlegung der Kritiker-Listen auf.

Quelle: ots (Rheinische Post)

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