Säugling stirbt nach Behandlungsfehler in Wuppertaler Klinik

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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Nach dem Tod eines frühgeborenen Säuglings im renommierten Wuppertaler Helios Universitätsklinikum ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine 39-jährige Krankenschwester. Wie Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert auf Anfrage von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Express“ bestätigte, geht es um den Verdacht der fahrlässigen Tötung. Auf der Frühchen-Intensivstation sei es demnach zu einem Behandlungsfehler durch einen sogenannten Perfusor gekommen. Per Spritzenpumpe werden etwa Frühgeborenen intravenös Medikamente oder Nährstoffe verabreicht. „Die Beschuldigte hatte das Gerät offenbar falsch eingestellt, dadurch schossen die Infusionen offenbar mit viel zu hohem Druck in das Kind und führten letztlich zu seinem Tode“, so Baumert. Die vorläufige Obduktion geht von einem Multiorganversagen aus.

Die Krankenhausleitung bestätigte auf Anfrage schriftlich, „dass vor wenigen Monaten ein Frühgeborenes in unserer Klinik verstorben ist. Wir bedauern den Tod des Kindes zutiefst und sind sehr betroffen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Eltern.“ Man unterstütze die notwendigen Ermittlungen zur Todesursache vollumfänglich. Mit Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren wollte man sich nicht näher zum Sachverhalt äußern.

Quelle: ots (Kölner Stadt-Anzeiger)

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