Kommentar zur Plastiktütchengebühr von Aldi

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Kommentar von Kerstin Heyde

Ein Cent für ein »Hemdchenbeutel«, wie die kleinen Plastiktütchen für Obst und Gemüse in der Branche genannt werden, wird keinen Aldi-Käufer abschrecken. Insofern haben die Umweltschützer Recht, wenn sie von »Symbolpolitik« sprechen. Und trotzdem: Ein Symbol, das die Aufmerksamkeit der Verbraucher in die richtige Richtung lenkt, ist besser als ein Augen-zu und Weiter-so. Verstärkt wird der Effekt, wenn die Aldi-Mitarbeiterin an der Kasse ausdrücklich darauf hinweist, dass sie eine Extragebühr berechnet und warum.

Es ist sicher keine große Zumutung, die Ware in einem Korb, einem Stoffbeutel oder im Einkaufsnetz nach Hause zu tragen. Schwer fällt vielen nur, daran zu denken, das entsprechende Mehrwegbehältnis mitzubringen. Das wird umso häufiger klappen, je öfter sie an der Supermarktkasse daran erinnert werden.

Selbst eine Papiertüte, wie sie jetzt von anderen Händlern angeboten wird, ist als Alternative dem Hemdchenbeutel vorzuziehen. Zwar wird für Produktion und Transport Energie eingesetzt. Doch zersetzt sich das Papier schneller und landet anders als das Plastik nicht in den Mägen von Fischen und anderem Meeresgetier.

Quelle: ots – Kommentar aus Westfalen-Blatt