Otto Waalkes hat schon als Schüler seine Lehrer parodiert

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Komiker Otto Waalkes (70) hat es schon früh darauf angelegt, andere zum Lachen zu bringen: „Ich bin ja eigentlich sogar bis heute Klassenclown geblieben. Die Klasse ist nur etwas größer geworden“, sagte er. In der Schule habe er bereits seine Lehrer parodiert, die sich dafür mit Klassenbucheinträgen revanchierten, berichtete Waalkes weiter. Darauf habe er „unbedingt“ Wert gelegt.

Ein weibliches Publikum war dem jungen Otto allerdings nicht vergönnt: „Wir waren auf einem Gymnasium für Jungen. Ich habe damals so gut wie nie ein Mädchen gesehen. Dafür ergibt sich jetzt im hohen Alter erst die Möglichkeit, das nachzuholen. Ach, so sehen die also aus? Die Zeit in der Schule war trotzdem lehrreich und wichtig.“

Längst macht der Komiker auch als Maler von sich reden – in der Kunsthalle Emden sind zurzeit seine Bilder zu sehen. Ganz besonders wichtig sei ihm das Bildnis von dem Mädchen mit der Wollmütze, sagte Waalkes: „Das habe ich strikt nach altmeisterlicher Technik mit Leinöl aufgebaut, Schicht für Schicht. 50 Jahre ist das jetzt her. Das Bild hing lange in der Sonne, ist aber nie verblasst.“

Als Auszeichnung will Waalkes die Ausstellung in Emden allerdings nicht sehen – genauso gut könne sie als Spekulation auf sein baldiges Ableben verstanden werden: „Fehlt nur noch, dass ich Krawattenträger des Jahres werde. Oder Weltkulturerbe. Oder der Literaturnobelpreis. Den hätte ich allein schon deshalb gern, um meinen alten Deutschlehrer zu ärgern.“

Quelle: ots (Neue Osnabrücker Zeitung)

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