FDP und Bundesländer: Schienenwege müssen häufiger gereinigt werden

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Die FDP und die Umweltminister der Länder fordern eine bessere Reinigung der Gleisanlagen in Deutschland, der Bund als Bahneigentümer sieht aber wohl keinen akuten Bedarf. Demnach hat das Verkehrsministerium auf Anfrage der Liberalen mitgeteilt, dass die Bahn bezüglich Abfalls „keine Hotspots identifiziert“ hat. Bundesweit werde Plastikmüll mit Absicht oder aufgrund von Unachtsamkeit auf Eisenbahngelände entsorgt, es gebe keine regionalen Schwerpunkte, schreibt Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Die Bahn bekomme von Lokführern oder Anwohnern Hinweise auf verdreckte Streckenabschnitte und lasse diese dann reinigen, hieß es ergänzend aus dem Ministerium.

Auf ihrer jüngsten Ressortkonferenz im Mai hatten die Umweltminister der Länder den Bund gebeten, darauf hinzuwirken, „dass Bahnanlagen häufiger gereinigt werden und dass entlang bundeseigener Schienenwege ebenfalls eine häufigere Reinigung erfolgt“. Den Ressortchefs ging es dabei besonders um Plastikabfälle, die eingesammelt werden sollen, bevor sie sich negativ auf die Umwelt auswirken und zu Mikroplastik zerfallen. Offenbar verhallt diese Bitte beim Bahneigentümer Bund aber ungehört.

Judith Skudelny, umweltpolitische Sprecherin der FDP im Bundestag, ärgert das: „Jeder Bahnfahrer in Deutschland kennt den Anblick verdreckter Bahnanlagen und vollgemüllter Bereiche entlang der Schienen. Offensichtlich hat die Bundesregierung hierfür aber keinerlei Problembewusstsein entwickelt.“ Die Regierung müsse darauf hinwirken, dass Schienenanlagen häufiger gereinigt würden. Skudelny monierte, dass der Bund Gewerbetreibende mit einem neuen Verpackungsgesetz reguliere, zugleich aber vergesse, „im Regulierungswahn vor der eigenen Haustür zu kehren“.

Quelle: ots (Neue Osnabrücker Zeitung)

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