Grüne und Ballon-Verbot

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Kommentar von Hartmut Augustin

Die Grünen-Landesvorsitzende von Niedersachsen hatte nur den Beschluss der westfälischen Stadt Gütersloh gelobt, bei städtischen Veranstaltungen auf das Steigenlassen von gasgefüllten Ballonen zu verzichten. Der Antrag kam noch nicht einmal von den Grünen, er wurde im Stadtrat einstimmig angenommen. Die Grünen sehen Gütersloh als Vorbild, weil die Ballonreste meist in der Natur landen und für Vögel lebensbedrohlich sein könnten.

Die Vögel verwechseln das Plastik mit Futter und verhungern mit vollem Magen. Umweltverbände fordern daher schon lange ein Verbot. Dagegen steht die Romantik-Fraktion, hier vertreten durch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Dessen Sprecher sagte: „Ein Ballonverbot rettet die Welt bestimmt nicht.“ Jedoch: Niemand, auch die Grünen nicht, verbietet Ballone auf Kindergeburtstagen oder bei Feiern im Saal. Da zerplatzt ein Aufreger – bis zur nächsten Verbotsdebatte.

Quelle: ots – Kommentar aus Mitteldeutsche Zeitung