02.11.19 bis 30.11.20

MISSION MERKEL: Deutschland sucht den Markt der Zukunft in Indien

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Deutschland und Indien wollen bei Zukunftsthemen wie künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Klimaschutz enger zusammenarbeiten. Indien habe gerade in diesen Bereichen ein großes Potenzial, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag nach den fünften deutsch-indischen Regierungskonsultationen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Beide Länder seien durch strategische und freundschaftliche Beziehungen verbunden. Indiens Premierminister Narendra Modi sprach von weitreichender strategischer Zusammenarbeit, die vor allem bei der Hochtechnologie Fortschritte gemacht habe.

Modi sagte über Merkel: «Sie ist eine Freundin Indiens und eine persönliche Freundin.» Deutschland und Indien teilten Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Daher sei man sich bei Herausforderungen wie Extremismus und Terrorismus einig wie auch bei der Zusammenarbeit in großen internationalen Organisationen. Modi hatte die Parlamentswahl am 5. Mai nach einem hindu-nationalistischen Wahlkampf mit absoluter Mehrheit gewonnen.

Die Kanzlerin betonte, die Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder könnten noch intensiver sein. Merkel wurde in Indien von einer größeren Wirtschaftsdelegation begleitet.

Regierungsvertreter unterzeichneten mehr als 20 Vereinbarungen. Dabei handelt es sich zumeist um Absichtserklärungen etwa in den Bereichen Weltraumtechnologie, Vermeidung von Müll im Meer und grüne Mobilität. Außerdem geht es um die Förderung von Start-ups, die Cybersicherheit und den Personalaustausch zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der indischen Raumfahrtbehörde ISRO.

Neben der Zusammenarbeit wollte die Kanzlerin bei einem Abendessen mit Modi auch Indiens Politik im Kaschmir-Konflikt ansprechen, wie sie sagte. «So, wie im Augenblick die Situation für die Menschen dort ist, ist sie aber nicht nachhaltig und nicht gut.» Sie wolle über eine Befriedung der Krisenregion reden.

Indien hatte vor drei Monaten seiner Kaschmir-Region einen Teilautonomiestatus entzogen, der dieser eine eigene Verfassung und große politische Rechte zugesichert hatte. Da Nachbarland Pakistan diese Region ebenfalls beansprucht, hatte dies zu Spannungen zwischen den beiden Ländern geführt. Mit der Aberkennung des Teilautonomiestatus wollte Modis Regierung das mehrheitlich von Muslimen bewohnte Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Um Proteste zu verhindern, hatte die Regierung im August Zehntausende Soldaten dorthin geschickt und die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt.

Am Vormittag legte Merkel bei einer Gedenkzeremonie für den gewaltfreien Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi einen Kranz nieder. Am Nachmittag stand ein gemeinsamer Besuch der Kanzlerin mit Modi in der Gedenkstätte Gandhi Smriti auf dem Programm. Dort hatte Gandhi gewohnt, bevor er 1948 von einem Hindu-Extremisten erschossen wurde. Am 2. Oktober war der 150. Jahrestag von Gandhis Geburtstag. Laut der Erklärung würdigten die beiden Regierungschefs das bleibende Erbe von Gandhi und seiner «Philosophie der Gewaltlosigkeit und Harmonie».

Merkel wird bei ihrem bis Samstag dauernden Indienbesuch von Außenminister Heiko Maas (SPD), Agrarministerin Julia Klöckner, Forschungsministerin Anja Karliczek, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (alle CDU) sowie acht Staatssekretären begleitet…

Bild-, Text-und Video-Quelle: youtube.com (User: welt)

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