Nach Terror in Hanau: Israels Botschafter sieht Deutschlands Demokratie bedroht

28.02.20 bis 28.02.21

Nach dem Terroranschlag von Hanau sieht Israels Botschafter die Demokratie in Deutschland in Gefahr. „Keine demokratische Gesellschaft kann überleben, wenn Minderheiten permanent bedroht oder geschädigt werden. Der Holocaust hat uns allen gezeigt, wohin ein solcher Hass führt und welche schrecklichen Folgen er haben kann, und genau darum geht es jetzt“, sagte Jeremy Issacharoff. „Eine offene Gesellschaft kann viele Dinge tolerieren, aber niemals Gewalt. In den letzten Jahren hat sich das geändert. Die Menschen beginnen wieder gewalttätig gegen Minderheiten, gegen Juden und Muslime zu handeln. Aus Worten werden Taten.“

Mit Blick auf die antisemitischen und antimuslimischen Anschläge im Oktober in Halle und vor einer Woche in Hanau appellierte Issacharoff in der NOZ an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken. „Mehr Sicherheit für jede Art von Gemeinde in Deutschland kann nicht dadurch erreicht werden, dass Menschen ihre Identität, ihre Religion verheimlichen. Wir müssen mit unserer Vielfalt leben“, sagte der israelische Botschafter, der seit zweieinhalb Jahren in Deutschland lebt. „Keine Kippa oder keine muslimische Kopfbedeckung zu tragen, seinen Bart zu rasieren, würde auch bedeuten, das Problem zu verbergen. Wir müssen alle schützen, Terrorismus und Hass eindämmen und eine offene Gesellschaft bewahren, in der wir unsere Vielfalt feiern können.“

Text-Quelle: ots (Neue Osnabrücker Zeitung)
Bild-Quelle: bing.de

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