Landvolk-Präsident: Handel und Verarbeiter machen sich die Taschen voll

01.01.21 bis 30.01.22

Kommentar

Niedersachsens angehender Bauernpräsident Holger Hennies hat die anhaltenden Demonstrationen von Landwirten vor Zentrallagern der Handelskonzerne als „Notwehr“ bezeichnet. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Hennies, der sein neues Amt als Landvolk-Präsident offiziell am 1. Januar antritt: „Der Handel und die Verarbeitung machen sich seit Wochen auf Kosten der Landwirte die Taschen voll.“ Während die Bauern immer weniger für ihre Produkte bekämen, blieben die Preise in den Supermärkten stabil.

Die Handelskonzerne seien die großen Gewinner der Corona-Krise, befand Hennies, wohingegen die Bauern Existenzängste umtrieben. Sein Verband habe ausgerechnet, was „im Zwischenhandel“ an Geld hängen bleibe: „Allein im Schweinesektor sind das pro Woche 100 Millionen Euro. 50 Millionen kommen im Bereich der Milch hinzu. Da reden wir insgesamt über Milliardenbeträge, die den Bauern fehlen.“

Zuvor hatten Landwirte aus dem Kreis der Bauernbewegung „Land schafft Verbindung“ in Norddeutschland Handelslager blockiert. Auslöser waren vor allem Verhandlungen über neue Butterpreise. Als Reaktion auf die Proteste sagte Aldi Nord erneut zu, die finanziell angespannte Situation der Landwirte im Blick zu behalten und verbessern zu wollen. Daraufhin beendeten die Bauern vorerst den Protest.

Text-Quelle: ots – Kommentar aus Neue Osnabrücker Zeitung

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