Deichmann beklagt „Willkür“ bei Lockdown-Regeln und fordert Öffnung

03.03.21 bis 30.03.22

Der Essener Schuh-Unternehmer Heinrich Deichmann beklagt eine Ungleichbehandlung der Handelsunternehmen im Lockdown. Dass Supermärkte und Discounter Schuhe verkaufen dürften, während seine Läden geschlossen seien, bezeichnete Deichmann im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung als „reine Willkür und absolut unfair“. Trotz einer drohenden neuen Infektionswelle spricht sich Deichmann für eine Öffnung der Geschäfte ab dem 8. März aus. „Es ist nicht einsehbar, warum sich die Menschen in Lebensmittelgeschäften knubbeln und dort auch Mode einkaufen“, sagte Deichmann. „Direkt daneben befinden sich oft Textil- und Schuhgeschäfte, die nicht öffnen dürfen. Dies zu ändern, würde auch zu einer gewissen Entzerrung der Kundenströme führen.“

Mit 4200 Filialen und 42.000 Beschäftigten weltweit ist das Essener Unternehmen Deichmann Europas größte Schuhhandelskette. In Deutschland beschäftigt Deichmann mehr als 16.000 Mitarbeiter in 1400 Filialen. „Der Großteil unserer Belegschaft in Deutschland befindet sich in Kurzarbeit“, sagte Deichmann der WAZ. Beim ersten Lockdown hatte Deichmann die Vermieter gebeten, die während der Schließung anstehenden Mietzahlungen verschieben zu dürfen. „Die Gespräche gehen jetzt von Neuem los. Der Gesetzgeber hat leider keine klare Regelung gefunden. Daher müssen wir erneut etwa 1400 Verträge durchverhandeln“, erklärte Deichmann.

Text-Quelle: ots (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

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