Fälle in Ermittlung gegen Kinderpsychiater Michael Winterhoff aus Bonn häufen sich

05.07.20 dauer

Im Ermittlungsverfahren gegen den Kinderpsychiater Michael Winterhoff häufen sich die Fälle. Das berichtet der Bonner General-Anzeiger am Donnerstag auf seiner Homepage. Nach Informationen der Zeitung liegt bei der Staatsanwaltschaft Bonn eine hohe dreistellige Zahl an Fällen. Dabei geht es hauptsächlich um den Vorwurf der schweren Körperverletzung sowie um Abrechnungsbetrug. Die Behörde spricht auf Anfrage des General-Anzeigers von einer „Vielzahl“ an Fällen und Anzeigen in der Ermittlung gegen einen Bonner Kinderpsychiater.

Im Mai waren Behandlungsräume des in die Kritik geratenen Bonner Kinder- und Jugendpsychiaters durchsucht worden. Der sprunghafte Anstieg geht nach Informationen des General-Anzeigers auch darauf zurück, dass bei dieser Razzia Patientenakten sichergestellt wurden, aus denen sich neue Fälle ergeben könnten.

Michael Winterhoff wird unter anderem vorgeworfen, Kindern und Jugendlichen ohne notwendige Indikation Psychopharmaka in hoher Dosierung verschrieben sowie Behandlungen falsch mit Krankenkassen abgerechnet zu haben. Gegen ihn wurde im September ein förmliches Ermittlungsverfahren eröffnet, seitdem gilt er als Beschuldigter.

Text-Quelle: ots (Bonner General-Anzeiger)
Bild: M.T.Schunck

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