Opfervertreter attackiert Spitze des Erzbistums Köln

11.08.22 bis 30.08.23

Der frühere Co-Sprecher des Kölner Betroffenenbeirats, Karl Haucke, hält die Erklärung des Erzbistums Köln zur PR-Strategie von Kardinal Rainer Woelki für eine Ausflucht.

Der Plan, den Betroffenenbeirat für Woelkis Vorgehen beim Aus eines Missbrauchsgutachtens und der Beauftragung einer Ersatzstudie zu gewinnen, lasse sich den vertraulichen Dokumenten der von Woelki beauftragten PR-Agentur eindeutig entnehmen. „Dieses Ziel und den verschwörerischen Charakter der Sitzungsvorbereitung kann nun auch ein Generalvikar nicht abstreiten“, schreibt Haucke zu der Erklärung, die Woelkis Stellvertreter Guido Assmann am Mittwoch abgegeben hatte.

Haucke warf Woelki vor, mit dem Betroffenenbeirat gespielt zu haben. Er nannte das Vorgehen „schamlos und bar jeder ethischen Grundlage“. Assmanns Erklärung beweise, dass auch ihm „keine Einsicht für die Verfehlungen der Bistumsleitung“ zu Gebote stehe. „Die nachgeschobenen Verteidigungslinien über den handlungsleitenden Charakter der ‚Bedürfnisse des Betroffenenbeirats‘ triefen für mich vor Hohn“, so Haucke weiter.

Er erneuerte seinen Ruf nach einer staatlichen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals auf gesetzlicher Grundlage, „damit Wahrheitsmanager wie Kardinal Woelki nicht weiter machen können, was sie wollen“.

Die Gläubigen im Erzbistum sowie dessen Gremien und die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden rief Haucke zum Widerstand und zu einer Art Generalstreik auf. „Sollten nicht alle Kölner Bistumsgremien ihr Amt ruhen lassen? Sollten nicht alle, ob Geweihte oder Laien, ob Hauptberufliche oder Ehrenamtliche, gemeinsam den Beweis erbringen, dass das Bistum zusammenbricht, wenn den Chefklerikern niemand mehr folgen mag?“

Text-Quelle: ots (Kölner Stadt-Anzeiger)
Bild: M.T.Schunck

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