.
Kommentar
Es mag sein, dass der Rücktritt von Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas bei einigen in der Union eine klammheimliche Freude auslöst. Gut möglich, dass sie sich jetzt diskret dazu beglückwünschen, eine gestandene Sozialdemokratin sturmreif geschossen und aus dem Weg geräumt zu haben. Vielleicht sonnen sie sich auch in einer verqueren Art von Erfolgserlebnis, der schwarz-roten Bundesregierung einen Dienst erwiesen zu haben. Sie sollten sich allesamt schämen.
Nach innen, in den Politikbetrieb hinein, entwickelt der Fall eine abschreckende Wirkung, auf aktive Politikerinnen und Politiker – und, was noch schwerer wiegt, auf den Nachwuchs für diesen Beruf. Angesichts eines Dauerfeuers wie auf Bärbel Bas stellt sich die Frage, welches emotionale und psychische Gerüst ein Mensch mitbringen muss, um in der Politik zu bestehen.
Text-Quelle: ots (Frankfurter Rundschau)
### Rechtlicher Hinweise ##
Ist der Kommentar mit der Meinung der Redaktion vereinbar – Mehr bei klick auf den folgen Link–> [hier klicken!]
