Wladimir Putin ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Peking eingetroffen, wo er mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping ein Abkommen über eine enge strategische und wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnete. Der Besuch ist von großer Symbolik, birgt jedoch knallharte Interessen: Angesichts der Isolation Russlands vom Westen ist China für Putin ein unverzichtbarer Partner geworden, während China seine globale Stellung ausbaut.
In ihrer gemeinsamen Erklärung betonen Putin und Xi eine unabhängige Außenpolitik, eine enge strategische Partnerschaft und eine stabilisierende Rolle auf der Weltbühne. Sie sprachen auch über Frieden in der Ukraine, Verhandlungen und Dialog, doch ein direkter Aufruf Chinas zur Beendigung des russischen Angriffskrieges blieb aus. Stattdessen lobt Moskau Pekings „objektive Haltung“, und Russland unterstützt im Gegenzug Chinas Anspruch auf Taiwan.
Die Volksrepublik ist der wichtigste Abnehmer von russischem Öl und Gas, was Xi eine starke Verhandlungsposition verleiht. Experten betonen, dass ein eskalierender Krieg Pekings globales Image schadet und China somit am längeren Hebel sitzt. Während Putin Stärke demonstrieren will, wächst hinter den Kulissen Chinas Einfluss auf Russland. Putin kann es sich kaum leisten, China zu verlieren, und Xi unterstützt ihn, aber zu chinesischen Bedingungen. Das Treffen verdeutlicht somit nicht nur die wachsende Annäherung zweier Autokratien, sondern auch eine Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten Pekings.
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