Kommentar von Markus Peherstorfer
„Feind, Todfeind, Parteifreund“, soll CSU-Urvater Franz Josef Strauß einmal gesagt haben. Kaum ein anderes Zitat beschreibt die Machtmechanismen innerhalb der CSU so treffend. Denn hinter der von Markus Söder angestoßenen Debatte um eine mögliche Bundespräsidentschaft Ilse Aigners könnte weit mehr stecken als die Suche nach einer geeigneten Kandidatin.
Vielmehr spricht einiges dafür, dass Söder damit auch seine eigene Machtposition innerhalb der Partei festigen will. (…) Denn allein die Aussicht auf einen Wechsel Aigners ins höchste Staatsamt könnte Söders Position innerhalb der Partei stärken. Eine seiner wichtigsten parteiinternen Konkurrentinnen stünde für die Nachfolge im Amt des Ministerpräsidenten vorerst nicht mehr zur Verfügung.
Text-Quelle: ots (Straubinger Tagblatt)
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